Die Tochter der Zauberin

Worum es geht in Kürze

Die Tochter der Zauberin“ von Paul Maar …

… erzählt (in der Musicalfassung von Konrad Haas) die Geschichte von Malefizia, genannt Fizzi, der Tochter einer mächtigen, exzentrischen Zauberin sowie deren Vater Gottfried, einer passiven, von der Tochter geliebten Figur.

Nach einem hässlichen Frühstücksstreit trifft Fizzi in der Schule ihre FreundInnen, die neugierig nach ihrer Familie fragen. In einem schnellen Dialog wird klar: Fizzi lebt in einer Welt zwischen Lüge und Wahrheit. Sie behauptet, ihre Mutter sei Einzelhandelskauffrau – ein Versuch, Normalität zu erzeugen. Die Freunde reagieren belustigt, die Wahrheit (Magie) scheint zu absurd.

Mutter und ihre Freundin Müller-Vorweck trinken Tee. Die Freundin schlägt vor, Fizzi mit einem „großen Knalleffekt“ für die Magie zu begeistern.

Die beiden Frauen versetzen die Schule zaubernd in Flammen – angeblich als „Ferienbeschaffungsmaßnahme“.

Als Fizzi fast verbrennt, erkennt sie, dass ihre Mutter sie manipuliert – nicht zu ihrem Besten.

Überraschenderweise kommt Gottfried (ohne Rücksicht auf eigene Verluste) Fizzi zu Hilfe.

Die Mutter verzaubert den Vater in einen Koffer – eine absurde, aber beängstigende Metapher für seine völlige Entmündigung. Fizzi findet den sprechenden Koffer – erkennt, dass es ihr Vater ist, und will ihn zurückverwandeln. Die Mutter verhindert das – ein erster magischer Machtkampf beginnt, dieser endet in einem Zauberstrudel, der Koffer und Fizzi in die Zwischenwelt schleudert.

In der Bar „Zur Zwischenwelt“ begegnet Fizzi einem Fuchs-Trio, das auf anarchisch-komische Weise die Regeln dieser fremden Welt gestaltet.

Die Füchse helfen Fizzi und dem Koffervater – nun beginnt eine Queste: zur Schildkröte Mahme, die möglicherweise Fizzis Vater zurückverwandeln und beide nach Hause bringen kann.

Fizzi hat den ersten Schritt getan, sich von der Mutter zu emanzipieren. Sie ist in der Zwischenwelt angekommen, hat Mitstreiter gewonnen – doch die Rückkehr ist ungewiss. Ihre Mutter wird zunehmend instabil, von ihrer Umgebung infrage gestellt. Alles steuert auf einen finalen Konflikt zu – möglicherweise ein Duell von Mutter und Tochter, bei dem es um mehr als nur Magie geht: um Freiheit, Verantwortung und Selbstbestimmung.

In Paul Maars Buch kann man den spannenden Schluss schon vorlesen. In der Haas`schen Bühnenversion sind wir auch hier nicht vor Überraschungen sicher. Lassen wir uns überraschen… und verzaubern.

Gedanken zum Stück“

Ich habe das Glück, öfter mit dem Autor und Zeichner Paul Maar im Auto unterwegs sein zu dürfen. Ich liebe diese Fahrten, da Paul als begnadeter Erzähler ein wunderbarer Unterhalter ist. Auf einer dieser Fahrten erzählte mir Paul eine Geschichte, die er noch nicht aufgeschrieben hatte. Ich war fasziniert und bat Paul, mir zu gestatten diese Geschichte für die Musicalbühne bearbeiten zu dürfen, was er spontan erlaubte. Meine Fassung schrieb ich aus dieser Erinnerung auf und las das schließlich veröffentlichte Buch erst, nachdem ich mit meiner Fassung zur Hälfte fertig war. Laut Paul durchaus nicht zum Nachteil der Musicalfassung, denn nach erstmaligem Lesen lobte Paul mich mit den Worten: „Da hast du ein monumentales Werk geschaffen„.

Konrad Haas im Februar 2026

 

Mitwirkende:

Intendanz/Texteinstudierung: Uschi Hansen

Bühnenfassung + Musik/musik. Leitung: Konrad Haas

Regie: Timo Karasch

Bühnenbild/Kostüm: Thora Geissler

Maske: Eva-Maria Potratzki

Requisite: Pauline Metz

Staging/Inspizienz: Ruth Hellmund

Pädagogische Leitung: Christoph Nippert/Benjamin Netzel/Valeska..

Öffentlichkeitsarbeit/Akquise: Renate Grätz

Bühnenbildbau/Bühnen -Technik: Thomas Backhauß/Martin Birth/Jürgen Potratzki

Tonmeister: Macky

Lichtmeister: Lino Auffenberg

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Band:

Konrad Haas: Keyboards

Jens Bernewitz: Bass

Jens Kramer: Gitarre

Dominic Dias: Percussion

Orchester:

Uschi Hansen: Flöte/Saxofon

Sabine Hartmann/Elke Krüger-Hespe: Violine

Angela Müller-Wirts: Viola

Helge Amtenbrink: Violoncello

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Fotos:

Tatiana Bielowa

Design:

Penimals